Skip to content


Was sind OMDs – Welche Unterschiede gibt es bei “online music distribution” Anbietern!

Was sind OMDs?
Ganz einfach:
Webseiten, die einem das Verkaufen der eigenen CDs oder kostenpflichtige Downloads der eigenen Songs ermöglicht.

Und wieso soll es da Unterschiede geben?
Sie werden staunen wie viele Anbieter es für diese Dienstleistung gibt – eine Ausführliche Linkliste folgt später..
Alle sehen vielversprechend aus – Aber sind es auch alle?
Was wir sehen, ist eine Webseite mit tollen Versprechungen. Was jedoch dahinter steht, sehen wir im Netz nicht auf den ersten Blick.
Manche sind “nur” Webseiten, andere sind wiederum ernstzunehmende Dienstleister, die Dritten bieten einen Hype ohne lange Wirkung, nochmals andere sind Adressen-Sammler und nur ganz wenige, sind Firmen, die auch tatsächlich die Mittel haben um euch zu helfen. Von den wenigen die die Mittel haben, müssen auch noch ein paar den Willen haben euch dafür nicht ab zu zocken.

Und worum geht’s in diesem Artikel?
Wir werden in diesem Artikel versuchen etwas Licht in dieses Gewirr zu bringen. Zumindest soweit es uns möglich ist.
Wir werden Ihnen einige Anbieter Beispielhaft aufzeigen und die jeweiligen Vor und Nachteile analysieren.
Des weiteren, werden wir hier Links zur Verfügung stellen, die es Ihnen ermöglich unsere Überlegungen selbst zu überprüfen um dann den für Sie besten Anbieter Auszuwählen.

Seite 2)

Zunächst mal den “Spreu vom Weizen” trennen.
Die neuen Ideologien und das Geld

Es gibt das Stichwort Web 2.0 – aus der Zugrunde liegenden Philosophie entstanden viele neue, teilweise sehr interessante Webprojekte, die zum Ziel haben Menschen und Informationen auf neue Weise zusammen zu bringen.So kamen Portale zustande, auf denen man seine musikalischen vorlieben bekannt gibt und dann vorschläge für neue Musik erhällt.

MyStrands sei hier als Beispiel genannt. Auf dem Portal können sich nun unabhängige Musiker registrieren und dann für wenig oder kein Geld die eigenen Songs in das System einführen.

Die Idee ist gut, aber!
Um – als höhrender Konsument, also als Zielgruppe – an dem System teilzunehmen, muss man eine Software installieren, die ständig mit dem Netz verbunden ist und permanent Informationen zu den von mir gehörten Songs an MyStrands weitergibt. Einen sogenannten Sateliten. Ab und an wird man dann vom Satelit auch noch gefragt, mit welchen “Tags” man das gerade gehörte Lied “bezetteln” will. Da gibt man nicht nur ein grosses Stück Privatsphäe auf, sondern man wird auch dauernd “belästigt”..
Bei mir lief das Tool gerade mal 2 Stunden.. – dann nie mehr.. – das wird vielen so gehen..
Zudem hat die Band keinen Einfluss darauf, “wem” die Songs vorgeschlagen werden und was der daraus macht.
Wenn genügend Leute einen Song mit dem Tag “dünnflüssig” markieren, sind die Chancen weg..

Da das Web bekannt ist für Google-Bombing und der gleichen, ist es anzunehmen, das im neuen und wunderbaren WEB 2.0 bald ein automatisierter Krieg um solche Tags ausbricht. Nämlich zwischen den “Fans” und den “Hassern” – bei steigendem Bekanntheitsgrad wachsen diese beiden Lager nicht nur exponentiell mit, sondern auch paralel..

OK – ausnahmen bestätigen die Regel:
Alle Beatles-Hasser hat man jeweils eingesperrt, bis die Beatles wieder weg waren. Zumindest zeitweise..
Ich hoffe für meine Freiheit, dass Daniel Kübelböck nicht so viel “Glück” hat.. :)

Kann man damit Geld verdienen?
Schwer zu sagen – Der Anbieter auf jeden Fall!
Denn jeder, der an einem vorgwschlagenen Song – ev. an Ihrem – Interesse hat, kommt durch den klick im MyStrands-Satelit unweigerlich auf die Webseite des Anbieters und wird ab und an auch mit Werbung genervt. Die CD bzw. der Song muss dann über eben diesen Anbieter gekauft werden.. die Bedingungen legt grösstenteils auch dieser Fest..

- Engeschränkte Zielgruppe wegen des Software-Zwangs und der Privatsphäre.
- Promotion für die eigene Band, fällt auch relativ flach aus, das der Käufer die offizielle Bandwebseite nie sieht!
- Die Gefahr, von den “falschen” Hörern mit den “falschen” Tags, in die “falsche” Ecke gestellt zu werden.

Unser Urteil zu den neuen Methoden:
(Noch) zu undurchdacht auch wenn sehr interessant aber wird sich in der vorliegenden Form nicht durchsetzen..
Geld/Zeit dafür auszugeben, würde die Leutchen nur bestärken den unglücklichen Weg weiterzugehen ohne nochmals nachzudenken..
Finger weg davon oder nur zum Spass versuchen.. – schaden kann auch das in keinem Falle.. aber grosse Hoffnungen darein zu stecken… – eher nicht..

Seite 3)

Weiter geht’s mit den “herkömlichen” OMDs..
Auch bei den herkömlichen OMDs gibt es Unterschiede:

Die Webseitenblender und Adressensammler
Jeder kennt das: Man registriert sich und dann kommt nichts mehr..
Oder man bekommt nach der Registration eine Email mit einem Link, den klickt man an, bekommt eine Bestätigung, das der Account aktiviert ist und dann ist Schluss.. Keine Email mehr, wenn man auf Login klickt. kommt eine 404-Seite etc..

Wie erkenne ich solche Seiten:
Bei manchen ist’s leicht..:
- seit 2 Jahren keine neuen Einträge => lieber nicht..
- der Login-Butten fürht auch schon vor der Registration in’s Leere => finger weg..
- das Impressum ist nicht da oder sagt nichts aus.. => lass es..
- etc..
Es ist aber nicht das Optische, das den Ausschlag geben sollte! Manche sehr nützlichen Seiten sehen aus wie aus dem letzen Jahrhundert..
Ohne Witz – manche sind das auch :-)
Nichts destotrotz ist z.B. www.orpheus.at seit Jahren eine Referenz wenn’s um Musiker-Links geht. Auch wenn das Optische nicht gerade “hochmodern” aussieht – funktionell ist die Seite noch immer auf heutigem Stand. Backlinks sind auch heute noch sehr wichtig..

Also – vorsicht ist geboten..
Hinweise sorgfälltig analysieren, sich Fragen ausdenken die man haben könnte um dann zu versuchen die Antwort auf der Webseite zu finden..
Wenn die Firma ernstaft im Geschäft ist, werden ihr auch immer wieder die selben Fragen gestellt.
Wenn sie die Antworten nicht irgendwann auf die Webseite schreiben, sind sie entweder zu faul oder haben keine Kunden die Fragen.. – alles klar?

Wenn die Versprechungen mit dem Angebot übereinstimmen, und irgendwo auf der Seite regelmässige Aktivität festzustellen ist, sollte man den Schritt wagen und sich registrieren..

Seite 4)

Eierlegende-Wollmilch-Säue – Ja es gibt sie wirklich..!

Das sind Firmen, die einerseits Ihre Finger im altbekannten Radiobusiness, der Plattenindustrie und den modernsten Vertriebskanälen: PodCast, iPod und iTunes haben. Einige wenige betreiben sogar eigene Radiosendungen (UKW und Web), mit denen sie die eingetragenen Bands promoten – und das für die Band so gut wie kostenlos..
Solche Firmen sind für Musiker der reinste Himmel auf Erden.
Wenn dann noch in den AGBs steht, “..keine exklusive Bindung..” steht nichts mehr im Weg.

Aber vorsicht – das kleingedruckte ist auch hier wichtig.
Zum Beispiel, steht beim einten drinn, man müsse die Verwertungsrechte an den eingetragenen Liedern teilweise abtreten, dass die Songs in Werbeeinblendungen der Firma verwendet werden können.
Daran ist zunächst mal nichts schlimmens – nur muss sich jeder selbst überlegen ob er das will..

Wenn nämlich aus dem Song ein riesen Hit wird und das jeweilige OMD-Team nicht direkt etwas mit dem Erfolg zu tun hatte, dann bekommen die einen riesen Hit kostenlos als Werbe-Song… – rücjgängig machen kann man das dann nicht mehr oder nur schwer..
Na ja – ohne Risiko geht halt nichts.. :-)
Bleibt in solch einem Fall nur zu hoffen, dass es nicht der letzte Hit der Band war..

Zurück zu den Vorteilen..:
Am Beispiel von ArtistLaunch, werde ich zeigen, was es braucht um Ihnen zu helfen..

  • Ihre Lieder sollten in den weltweit grössten Downloadshops eingetragen werden!
  • Ihre Band sollte eine gut funktionierendes, nicht mit Werbung überladenes Bandprofil erhalten, dass nicht nur Registrierten Benutzern Zugang zu weiteren Infos bietet.
  • Die Songs sollten von OMD gehostet werden, damit Ihnen bei tatsächlichem Erfolg nicht die Trafficrechnung den letzten Cent aus der Tasche zieht.
  • Das Verwalten des Profiles sollte nicht Stundenlang Zeit kosten
  • Ihrer Band sollten weitere Wege offen stehen, wie Sie sich in Szene setzen können (Newsfeed, Podcast, Featured Artist, etc..)
  • Nicht zuletzt sollte das Portal einen grossen Besucherstamm aufgebeut haben, der nicht nur aus Musikern besteht.

Beim letzten Punkt ist MySpace in Führung – allerdings sind alle anderen Punkte ein Argument gegen MySpace..
Meines wissens bietet nur ArtistLaunch das volle Spektrum.. falls Sie noch weitere Anbieter kennen, die all das zu diesem Preis anbieten, wäre ich froh um den Link..
Schreiben Sie diesen einfach unten in die Komentare..

Wir haben viele solcher Portale analysiert und haben dabei die folgende Liste als Leitfaden verwendet:
http://www.armydiller.com/musichosting.htm

An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an Army Diller für diese grossartige Vorarbeit und vorallem, dass er all sein Wissen mit uns teilt! Denn davon können wir alle profitieren.

Fazit:
Die folgenden OMDs sind unserer Ansicht nach zu empfehlen:

  1. Artist Launch – (Sehr gut – Das volle Programm)
  2. UBL (Sehr gut – allerdings kein CD-Verkauf)
  3. museeks.com
  4. lulu.com
  5. bandvillage.com
  6. cdbaby.com
  7. musicfreedom.com

Anmerkung:
Wir haben mit keiner der oben genannten Firmen eine Werbe-Vereinbahrung getroffen.
Diese Empfehlung ist vollkommen subjektiv und entspricht der persönlichen Meinung des Autors.

Posted in Opinions, Reports, Tips.


0 Responses

Stay in touch with the conversation, subscribe to the RSS feed for comments on this post.

You must be logged in to post a comment.